Unsere Leidenschaft liegt in der 180-köpfigen Milchviehherde, die aus Schwarzbunten und Angler Kühen besteht. Seit 2021 bewirtschaften wir gemeinsam mit unseren MitarbeiterInnen, Auszubildenden und PraktikantInnen den Betrieb nach den Richtlinien des Bio-Anbauverbandes Naturland. Somit hat sich einiges verändert. Unsere Milchkühe und Jungtiere grasen in den Monaten von April bis Oktober auf den Weiden rund um unseren Hof. Auch die Kleinsten dürfen durch den Obstgarten toben und sich im Schatten der Bäume entspannen.
Das Futter, welches wir den Tieren im Stall anbieten, produzieren wir zum größten Teil auf unseren eigenen Flächen. Dazu gehören neben Kleegras und Silomais, jetzt auch Ackerbohnen, Lupinen, Weizen, Gerste und Roggen. Somit haben wir zusammen mit bunten Zwischenfrüchten eine vielgliedrige Fruchtfolge auf unseren Äckern, die unteranderem für ein stabiles Bodenleben sorgt.
Die Beikraut-Regulierung im ökologischen Landbau erfolgt ausschließlich mechanisch. Das heißt, dass so genannte Striegel oder Hacken zum Einsatz kommen, die das Unkraut rausreißen bzw. mit Erde verschütten.
Um einen weiteren Beitrag für mehr Biodiversität zu leisten, haben wir unsere vier größten Ackerflächen in viele kleinere Teilflächen unterteilt, auf denen mindestens drei verschiedene Kulturen wachsen und zusätzlich ein Blühstreifen angelegt werden muss. Wildtiere und Insekten finden aufgrund der unterschiedlichen Erntezeitpunkte ein breiteres Nahrungsangebot und Rückzugsräume.
Darüber hinaus werden vor der Grasernte im Mai die Felder mit Hilfe einer Drohne nach Rehkitzen abgesucht. Damit diese vor dem Mähwerk geschützt werden können. Zusätzlich lassen wir Teilflächen mit Gras stehen, wo die Tiere Schutz finden.
Ein weiteres Standbein ist die Energieerzeugung auf Hof Neu-Rehberg. Auf einigen Dächern der Wirtschaftsgebäude befinden sich Photovoltaikanlagen. Mit unserer Eigenstromanlage können wir seit 2024 den Solarstrom direkt im Betrieb sowie im Wohnhaus und den Ferienwohnungen verbrauchen.
Die hofeigene Biogasanlage produziert Strom aus der Gülle der Kühe, Mist und etwas Mais. Die sogenannten Gärreste werden als wertvoller Dünger auf die Grünland- und Ackerflächen gefahren. So ist es uns möglich, auch ohne synthetisch hergestellte Stickstoff-Dünger stabile Erträge zu erwirtschaften.
Mit der Abwärme des Biogasmotors heizen wir die Wohngebäude. Im Sommer trocknen wir mit der Wärme außerdem das Futter-Getreide für unsere Kühe und machen es somit lagerfähig.
Thies Peter u. sein Vater Peter stellen sich bei Euch persönlich vor!
Wir nehmen Euch mit über den Hof Neu-Rehberg!
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